Durchs wilde Estergebirge in zwei Tagen

Die schönsten Wanderungen sind oft diejenigen, die sich nicht an auflagestarken Wanderführern orientieren oder uns an Plätze bringen, die gerade angesagt sind und daher meist unter extremen Einsamkeitsmangel leiden. Für uns war es wichtig, eine ambitionierte Bergwanderung in satter Landschaft ohne große Menschenansammlungen zu finden, für die wir nicht erst weite Anfahrtsstrecken in Kauf nehmen mussten. Unsere Entscheidung für das Estergebirge war eine Bauchentscheidung, denn alle Infos aus dem Internet sprachen uns spontan an.

Durchs wilde Estergebirge (1)
Durchs wilde Estergebirge (1)

Die Tour führte uns also am ersten Tag von Eschenlohe zu der 1300 Höhenmeter höher liegenden Weilheimer Hütte (1946 m) am Fuß des Krottenkopfs (2086 m). Ein Freund hatte uns gebeten, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und so starteten wir, ausgestattet mit mehreren Wandersocken der Firma Wrightsock, unseren Aufstieg zur Weilheimer Hütte, auch Krottenkopfhütte genannt.

Durchs wilde Estergebirge (2)
Durchs wilde Estergebirge (2)

Wandersocken, die starker Belastung ausgesetzt sind, müssen verschiedene Qualitätsmerkmale aufweisen. Sie dürfen nicht zu locker sitzen, sondern bereits beim Anziehen dem Fuß guten Halt bieten. Weiterhin sollten sie keine Reibung im Schuh erzeugen, denn das bedeutet über einen längeren Zeitraum Blasenbildung. Die Wandersocken von Wrightsock sind doppellagig aufgebaut, dadurch wird Reibung zwischen der inneren und äußeren Sockenlage aufgefangen. Der Effekt: keine Schweißfüße, keine Blasen. Die Dri-Wright-Spezialfaser sorgt für angenehm trockene Füße – spätestens am Abend, als wir aus den Schuhen steigen, merken wir, wie erholsam die Füße den ganzen Tag im Schuh versorgt wurden.

Durchs wilde Estergebirge (3)
Durchs wilde Estergebirge (3)

Insgesamt führte uns der erste Tag lange über Waldwege, die natürlich bald steiler anstiegen, und nach einigen ausgesetzten Passsagen zu einer idyllischen Strecke mit Wasserfällen und grünen Wiesen führten … Zeit für eine längere Rast. Dann beginnt der eigentliche Aufstieg, der lange über Steine führt, um dann in eine Geröllpiste überzugehen, sicherlich der anstrengendste Teil der Wanderung. Nach etwa 2 Stunden haben wir den Sattel erreicht und können bereits die Weilheimer Hütte sehen, die von da noch zwei Kilometer über den Grat entfernt ist. Angegeben wird die Gesamtsrecke mit 5 Stunden, wir raten 7 Stunden zu veranschlagen, da gerade der mittlere Teil Kraft kostet und entsprechend langsam vorangeht.

Durchs wilde Estergebirge (4)
Durchs wilde Estergebirge (4)

Die Weilheimer Hütte ist sehr gemütlich und wird von einem jungen dynamischen Wirt betrieben, der selber viel Outdoor macht und im restlichen Jahr als Fotograf tätig ist. Nebenbei auch noch ein nettes Fachgespräch in der guten Stube mit dem Holzofen.

Am zweiten Tag laufen wir auf den Krottenkopf, ganz ohne Gepäck, weil wir ohnehin zur Krottenkopfhütte zurück müssen, lassen die Zivilisation wieder hinter uns und machen uns auf den Weg zum Hohen Fricken (1940 m).

Durchs wilde Estergebirge (5)
Durchs wilde Estergebirge (5)

Erst ist es knallig heiß und die Sonne brennt runter, während wir den Sattel zwischen Bischof und Fricken erreichen, wir verweilen dort auf der wunderschönen Wiese mit Blick auf die Alpen, dann schlagen wird den Weg ein zum zweiten Gipfel des Tages – wieder ein steiler Aufstieg auf Steinen und Wurzeln. Plötzlich zieht der Himmel zu und es beginnt zu hageln, nach 10 Minuten ist der Spuk vorbei und wir haben auch den Hohen Fricken erreicht. Erstmals haben wir von dort den Blick hinüber zur Zugspitze und Garmisch-Partenkirchen.

Durchs wilde Estergebirge (6)
Durchs wilde Estergebirge (6)

Von dort beginnt der lange Abstieg zur Esterbergalm, womit wir wieder auf einer Höhe von 1284 Meter wären. Wir haben Glück und bekommen dort Essen und Trinken, immerhin waren wir bereits wieder 5 Stunden unterwegs. Jetzt beginnt der Aufstieg zur Wank (1780 m), wo wir die zweite Nacht im Wankhaus verbringen wollen. Wir gehen eine Zeitlang an einem herrlichen Bachlauf entlang, dann beginnt wieder das Hochschrauben über Serpentinen aus Stein und Wurzelwerk. Nach einer Stunde haben wir etwa 500 Höhenmeter geschafft und stehen auf der Hochebene. Von dort ist es noch eine halbe Stunde zur Hütte, die wir mit mäßiger Steigung schnell hinter uns bringen. Mit einem fantastischen Blick auf Garmisch und Zugspitze werden wir belohnt und verbringen die Nacht am offenen Fenster mit Blick auf das Tal, bevor wir am nächsten Morgen hinuntergehen.

Durchs wilde Estergebirge (7)
Durchs wilde Estergebirge (7)

Alles in allem haben wir eine anstrengende 2-Tages-Tour hinter uns, auf der wir nur wenige Menschen getroffen haben. Mit guter Ausrüstung, solidem Schuhwerk und den von uns getesteten Socken der Firma Wrightsock, die uns sehr überzeugt haben, sind wir schon jetzt am Überlegen, wohin uns die nächste Wanderung führen wird.

Wir haben folgende Socken von Wrightsock getestet:

Adventure crew

Escape crew

Merino Stride Crew

Bezugsquellen: im Fachhandel und direkt im

Online-Shop von Wrightsock: http://www.wrightsock.de

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. manuela weiss sagt:

    Interessanter Artikel-schöne Wanderung-gute Socken-trage ich schließlich auch…
    Liebe Grüße
    Manuela

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